Werden Sie Unterzeichner der Kloster-Eberbacher-Deklaration!

Zusammen mit Pater Anselm Grün unterzeichnet ich für die Einhorn Management Beratung bereits am 20.März d.J., im ehemaligen Zisterzienser Kloster Eberbach, die Kloster-Eberbacher-Deklaration zur Förderung der psychischen Gesundheit am Arbeitsplatz im deutschsprachigen Wirtschaftsraum.
Gerne bin ich der Einladung von Katharina Maehrlein zur Veranstaltung soul@work backstage ins Kloster Eberbach gefolgt, eine sehr lohnenswerte Veranstaltung, die am 12.März 2018 erneut stattfindet!

Wir suchen Unterstützer ! – Werden auch Sie hier Unterzeichner der Kloster-Eberbacher-Deklaration!

Die Themen werteorientierte Führung, Achtsamkeit, Motivation von Mitarbeitern und die Stärkung der Resilienz stehen weit oben auf der Managementagenda. Dem Erhalt von leistungsfähigen, gesunden und motivierten Mitarbeiterteams kommt jetzt und in der Zukunft eine große Bedeutung für den Unternehmenserfolg zu.  Wir befinden uns aus vielen Gründen inmitten eines Paradigmenwechsels!

Einhorn Beratung Unterzeichnung

FÖRDERUNG PSYCHISCHER GESUNDHEIT: EINE INVESTITION IN DIE ZUKUNFT

Der traditionelle Arbeitsschutz hat durch die Verringerung von Arbeitsunfällen und die Prävention von Berufskrankheiten entscheidend zur Verbesserung der Gesundheit am Arbeitsplatz beigetragen. Allerdings fokussiert er genauso wie die durchschnittliche Betriebliche Gesundheitsförderung (BGF) im Schwerpunkt auf die körperlichen Aspekte von Gesundheit.

Dies genügt nicht, um dem weiten Spektrum der oben genannten Herausforderungen zu begegnen. Gesundheitsförderung am Arbeitsplatz gewinnt zwar zunehmend an Bedeutung. Oftmals ist sie jedoch auf Einzelmaßnahmen beschränkt, wie Haltungs- und Entspannungstraining oder Antiraucherkampagnen.

Das ist nicht genug. Unternehmen, die die Potentialentfaltung und auch die seelische Gesundheit ihrer Mitarbeiter fördern, senken damit  nachweisbar krankheitsbedingte Kosten und steigern signifikant die Produktivität im Unternehmen.

Das Ergebnis einer solchen Unternehmenskultur ist eine emotional an das Unternehmen gebundene und zufriedene Belegschaft mit hoher Motivation, einer guten Arbeitsmoral und besserem Arbeitsklima. Die Förderung der psychischen Gesundheit am Arbeitsplatz ist eine moderne Unternehmensstrategie und zielt darauf ab den Erfolg von Unternehmen dadurch zu stärken, den psychischen Belastungen am Arbeitsplatz vorzubeugen, die inneren Gesundheitspotentiale der Mitarbeiter zu stärken und die Lebensqualität am Arbeitsplatz zu verbessern.

GRUNDSÄTZE ZUR ERFOLGREICHEN FÖRDERUNG VON PSYCHISCHER GESUNDHEIT AM ARBEITSPLATZ (FPG)

Der Arbeitsplatz beeinflusst psychische Gesundheit und Krankheit der Beschäftigten. Wenn Arbeitnehmer dauerhaft unter Höchstdruck arbeiten müssen, ohne die seelische Anspannung wieder loslassen zu können, wenn sie keine Kenntnisse über Schutzfaktoren erlangen oder nicht ausreichend von Kollegen unterstützt werden, kann Arbeit krank machen.

Durch die Förderung der psychischen Gesundheit werden diejenigen Faktoren beeinflusst, die insgesamt die Leistungsfähigkeit und Gesundheit der Beschäftigten verbessern. Arbeit soll eben nicht krank machen sondern am besten den Erfolg des Unternehmens sichern und die berufliche und persönliche Entwicklung der Mitarbeiter fördern.

Dazu gehören folgende Faktoren:

  • Unternehmensgrundsätze und Leitlinien, die in den Beschäftigten den wichtigen Erfolgsfaktor sehen und nicht nur einen Kostenfaktor;
  • eine Unternehmenskultur und entsprechende Führungsgrundsätze, in denen Mitarbeiterbeteiligung verankert ist, um so die Beschäftigten zur Übernahme von Verantwortung zu ermutigen;
  • erkennbare Werte in der Führung die die Potentialentfaltung der Mitarbeiter unterstützen;
  • Einflußmöglichkeiten auf die Art und Weise, wie die eigene Arbeit erledigt wird bei ausreichender Unterstützung von Vorgesetzten und Kollegen;
  • eine Arbeitsorganisation, die den Beschäftigten ein ausgewogenes Verhältnis zwischen Arbeitsanforderungen einerseits und Regenerationsphasen mit der Familie, Freunden und Freizeitaktivitäten andererseits bietet;
  • die Möglichkeit, eigene Fähigkeiten und die eigene Persönlichkeit zu entwickeln und zu stärken;
  • eine Personalpolitik, die aktiv Ziele zum Erhalt und zur Verbesserung von psychischer Gesundheit verfolgt;

Werden auch Sie mit Ihrem Unternehmen ein Unterzeichner der Kloster-Eberbacher-Deklaration und werden Sie Teil unseres Soul@Work-Netzwerkes! – Weitere Informationen erhalten Sie hier.

Die Kraft der Visionen

Einhorn Executive Coaching

Wirtschaften im Dienst der Menschen setzt immer auch bei den Menschen selbst an.

„Der Fisch stinkt vom Kopf her“ ist so eine weit verbreitete Redensart oder auch „die Treppe wird von oben gekehrt“, beide Redensarten aus dem Volksmund beschreiben eine Sichtweise, eine Haltung, die geprägt ist von vielerlei traditionellen Erfahrungen.
Die darin liegende immanente Erwartungshaltung ist: Veränderungen müssen von der obersten Führung initiiert und gewollt sein und sie müssen vorbildhaft auch an der Spitze des Unternehmens und innerhalb der Führungskräfte dauerhaft gelebt werden. Nur dann hat der angestoßene Prozess überhaupt Erfolg.

Wir von Einhorn Management Beratung unterstützen die oberste Leitung und die Führungskräfte mit dem Instrument des Executive-Coaching auf dem Weg dieses gewollten persönlichen Veränderungsprozesses. Führen sollte man wollen, es sollte Spaß machen und keine Belastung sein, diesen Weg möchten wir begleiten. Wir arbeiten auf der Grundlage aktueller neurophysiologischer Erkenntnisse, wir arbeiten an den bewussten und unterbewussten Bildern und damit an der Haltung und nicht am Verhalten der Führungskraft.

  • Entdecken Sie Ihr Potential.

  • Meistern Sie Ihre Herausforderungen.

  • Erkennen Sie warum Sie wie reagieren.

  • Stärken Sie Ihr Selbstwertgefühl.

  • Verbessern Sie Ihre Führungsqualitäten.

  • Sichern Sie sich wertvolles Feedback.

 

Einhorn Management Beratung unterstützt Unternehmen, Organisationen und Einzelpersonen auf dem Weg der Entwicklung und Potentialentfaltung.

Wir arbeiten an den Ursachen und nicht an den Symptomen.

Gemeinsam entwickeln wir – ausgehend von der individuellen Ausgangslage der jeweiligen Führungskraft – den Weg hin zu guter Führung und zur möglichst stressfreien Bewältigung der Führungsaufgabe. Wenn erforderlich helfen wir verlorene Energiereserven wieder aufzubauen und unterstützen sinnstiftende Weiterentwicklung. Je nach Erfordernis vermitteln wir die Anwendung bewährter Instrumente und Techniken für strukturiertes Arbeiten, für ein gutes Zeit- und Aufgabenmanagement.
Für uns ist Feedback nicht nur Rückmeldung sondern Rückkopplung.

Wo der Mensch klar, fokussiert und aufmerksam ist, kann er nachhaltig wirksam und somit erfolgreich sein.

Mission und Vision Einhorn Beratung und Management

Wirtschaft im Dienst der Menschen! 

Die Wirtschaft ist im Wandel. Wir von Einhorn Management Beratung unterstützen Unternehmen dabei, diesen Wandel pro-aktiv zu gestalten, indem wir managen und beraten. Wir sagen nicht nur, wo es hängt, sondern legen – wenn gewünscht – auch Hand an; kompetent, passioniert und praxisnah. Dabei nutzen wir unsere jahrzehntelange Erfahrung im operativen Geschäft.

  • Sie legen Wert auf eine strukturierte Sicht von außen auf Ihr Unternehmen?
  • Möchten Sie die Ursachen für Störungen in Ihrer Organisation erkennen und
    Vorschläge für deren Beseitigung erhalten?
  • Stehen wichtige Veränderungen an, die Sie erfolgreich umsetzen möchten?
  • Möchten Sie eine werteorientierte Unternehmens- und Führungskultur
    einführen oder weiterentwickeln?
  • Möchten Sie Ihre Erfolge nachhaltig stärken und verbessern?

Sprechen Sie mit uns! – www.einhorn-beratung.com

Wirtschaftskraft wird in Zukunft aus kultureller, moralischer und ästhetischer Kraft entstehen. Wir von Einhorn unterstützen Führungskräfte dabei, diese Energien zu generieren, zu bündeln und auszurichten.

Zukünftiges Wirtschaften

  • wird sich als Dienst am Menschen verstehen müssen
  • wird sich eingebunden sehen in das Ganze von Gesellschaft und Natur
  • wird sich rückgebunden wissen an Werte, die dem Unternehmen Sinn und Orientierung geben
  • wird seinen Erfolg daran messen lassen, ob es gelingt, menschliche Potenziale zu entfalten und das Leben der Einzelnen und der Gesellschaft reicher zu machen
  • wird mit dem überholten Bild des von Konkurrenz und Gier getriebenen Homo Oeconomicus brechen und ein neues Bild des Menschen an dessen Stelle setzen, das den Menschen als Wesen der Verbundenheit und Freiheit deutet
  • erfolgt im Team prozessorientiert, mit nur einem Ziel vor Augen: das optimale Ergebnis

Das „gute“ Unternehmen schaffen, bedeutet für uns: Eigentümer, Unternehmer, Mitarbeiter und Gesellschaft in ein wirtschaftlich erfolgreiches und zufriedenes Miteinander zu bringen. Das ist unsere Leidenschaft. Das treibt uns an.

Wie wir das angehen?  Mit der Unterstützung des Paradigmenwechsels: Weg von der Ausschließlichkeit der Rationalität der Kennzahlen, hin zu langfristigem Erfolg in einer Mannschaft, zu Begeisterung und Leidenschaft im Team, immer mit dem Ziel der Business Exzellenz.

Mit unserer Erfahrung, dem uns eigenen tatkräftigen Einsatz und unserem professionellen Netzwerk unterstützen wir Eigentümer, Unternehmer und Chefs „gute“ Unternehmen auch dauerhaft gut zu führen. Dabei unterstützen wir die Potenzialentfaltung bei den Menschen.

Sprechen Sie mit uns! – Wir freuen uns auf den Dialog.

06124-5166295

Können Vorbilder unsere Gehirnentwicklung beeinflussen?  – Wie spüren wir die Wirkung?

Das Gehirn selbst kann nicht fühlen. Es bedarf peripherer Messfühler, so genannter „somatischer Marker“, die über Emotionen wie Freude, Trauer oder Wut Feedback geben. Körperwahrnehmungen vermitteln uns ein Gefühl für richtige oder falsche Entscheidungen. Noch bevor der Verstand die Situation analysiert hat, stellt sich in Bruchteilen von Sekun­den unser Bauchgefühl ein. Uns schwillt der Kamm, wenn wir wütend sind. Wir gehen mit breiter Brust in einen Wett­kampf, und uns rutscht das „Herz in die Hose vor Aufregung“ solche oder ähnliche Metaphern drücken anschaulich unsere Empfindungen aus.

Der somatische, d.h. körperlich spürbare Entscheidungs­prozess ist evolutionär gesehen der Älteste. Notwendiger­weise läuft er unvermittelt und automatisch ab. In Urzeiten mussten unsere Vorfahren in Sekundenbruch­teilen entscheiden, ob sie einem Feind oder Freund gegenüberstanden. Die Zeit zum Reflektieren und Abwägen war nicht gegeben. Wer zögerte und noch erst nachdenken wollte, lief im wahrsten Sinne des Wortes Gefahr, gefressen zu werden. „Fight or flight“ war die beste Überlebensstrate­gie. Noch heute springt im zivilisierten Menschen dieses System unterbewusst bei extremem Stress ein. Wenn die Stresshormone Adrenalin und Cortisol unser Gehirn z.B. bei Todesangst überfluten, gilt das urzeitliche Überlebensprin­zip.

Auch in weniger bedrohlichen Situationen werden Erfahrun­gen, die im Großhirnbereich abgespeichert sind, durch körperliche Empfindungen bzw. „Marker“aktiviert.

Kleine Zellen „große Gefühle“: Die Spiegelneuronen

Ob wir einen Menschen sympathisch finden oder uns gar in ihn verlieben – das entscheidet sich in Bruchteilen von Sekunden. Es sind unbewusste Erfahrungen, die schneller als der Verstand Empfindungen auslösen.

Oft reicht bereits ein Gedanke, ein kurzer Moment einer beliebigen Sinneswahrnehmung, und wir erkennen die Lösung für ein jahrelanges Problem. Der äußere Reiz ist dabei nur der Auslöser für ein inneres Bild. Wir empfinden solche genialen Momente als Gedankenblitz, als Bauchgefühl oder inneres Wissen. Woher sie kommen, wissen wir nicht. Wenn wir dann gefragt werden, weshalb wir unsere Entscheidung so und nicht anders getroffen haben, sagen wir, dass es Intuition war. Eine Mutter spürt ohne Nachzudenken, wenn ihr Baby Kummer hat. Das Kind wiederum „liest“ in dem Gesicht seiner Mutter jedes Gefühl ab und reagiert darauf unbewusst. Es spiegelt das Verhalten der Mutter.

Prof. Joachim Bauererklärt dieses Phänomen wie folgt: „Intuition ist eine biologische Resonanz, die in uns entsteht, ohne dass wir bewusst darüber nachdenken und ohne dass wir das kontrollieren können. Wir haben Spiegelnervenzel¬len, die in uns eine Resonanz auslösen.“

Wie können Eltern, Lehrer und Vorgesetzte sich das „Spiegelneuronen-Resonanzsystem“ zunutze machen?

Aus der Entwicklungspsychologie wissen wir, dass der Mensch unterschiedliche Reifeprozesse durchläuft. Bereits im Mutterleib nimmt das Gehirn regen Anteil an allen Reizen, die von außen einwirken. Jede Emotion der Mutter wird unbewusst registriert und imitiert. Durch die modernen bildgebenden Verfahren der Gegenwart sind die Neurowissenschaften erstmals in die Lage versetzt, diese Entwicklungsprozesse morphologisch-strukturell darzustellen und nachzuweisen.

Über den Körper vermittelt, bilden sich sogenannte neuronale Netzwerke, die ein Spiegelbild dessen sind, was vom Ungeborenen erlebt wird. Es werden nach und nach typische Erregungsmuster gebahnt, die sich durch Reizwiederholung verfestigen. Diese Erregungsmuster hinterlassen individuelle strukturell verankerte Spuren im Gehirn.

Die Persönlichkeitsentwicklung basiert zunächst auf einfachen Wahrnehmungserfahrungen, die sich mehr und mehr herausdifferenzieren. Zunächst sind es Mutter und Vater, die in Beziehung zum Neugeborenen durch ihre Fürsorge dazu beitragen, dass sich ganz bestimmte Antwort- und Reaktionsmuster bei ihrem Sprössling herausbilden. Später, wenn der heranwachsende Mensch mit immer mehr anderen Menschen Beziehungen knüpft, können leicht Konflikte entstehen.

Das Imitationslernen ist die Grundlage für die Weitergabe von Wahrnehmungs-, Bewertungs- und Handlungsmustern von einer Generation zur nächsten. Die neurophysiologische Grundlage dieser Identitätsbildung basiert auf dem Resonanzprinzip der Spiegelneuronen.

Gehirnentwicklung durch gelingende Beziehungen – das Social Brain

Der bekannte und viel zitierte Neurologe und Hirnforscher Prof. Gerald Hüther von der Universität Göttingen definiert das Gehirn als Beziehungsorgan. In einem wissenschaftlichen Aufsatz im Auftrag der Bundeszentrale für politische Bildung stellt Prof. Hüther fest: “Zum Zeitpunkt der Geburt hat das menschliche Gehirn zwar schon wichtige pränatale Erfahrungen verankert, aber es ist insgesamt noch unfertig. Diejenige Hirnregion, die sich am langsamsten herausbildet, ist der präfrontale Cortex. Er ist in besonderem Maße durch das soziale Umfeld formbar.“

Thomas Fuchs, der angesehene Medizinprofessor und Neurowissenschaftler am Lehrstuhl für Psychiatrie und Philosophie von der Universität Heidelberg schlägt in die gleiche Kerbe. Für Fuchs erlangt das Gehirn erst durch seine Verbindung mit unseren Muskeln, Eingeweiden, Nerven und Sinnen, mit unserer Haut, unserer Umwelt und mit anderen Menschen zu seiner großen Bedeutung. Prof. Fuchs führt weiter aus:

„Das Gehirn ist der Mediator, der uns den Zugang zur Welt ermöglicht, der Transformator, der Wahrnehmungen und Bewegungen miteinander verknüpft.“ Zentral sei „nicht nur der Austausch mit seiner natürlichen Umwelt, sondern vor allem die Interaktion mit anderen Menschen.“

Innere Stärke und Gelassenheit durch Achtsamkeit

Wie uns neurowissenschaftliche Daten und Fakten helfen, durch Achtsamkeit unsere Lebens­qualität in vielen Bereichen zu verbessern.

Achtsamkeit kann man trainieren, und darin geübte Mens­chen finden zu innerer Ruhe, Stärke und Gelas­senheit. Denn Achtsamkeitstraining verbessert die Fä­higkeit sowohl zur Aufmerksamkeits- als auch zur Emo­tionsregulation. Erst seit einigen Jahren beginnt man zu entdecken, welche Veränderungen im Gehirn während des Trai­nings stattfin­den, und man beginnt auf Grund dieser Befunde auch zu verstehen, wie sowohl Acht­samkeits­training als auch die Fähigkeit zur Achtsamkeit im Ge­hirn funktionieren.

Achtsamkeit ist ein geistiger Zustand

Der Begriff Achtsamkeit entstammt dem Buddhismus. In einigen der wichtigsten Schriften dieser Religion, der Sati­patthana Sutra und der Anapanasati Sutra, erläutert der historische Buddha die Auswirkungen der Achtsamkeit, ihre Rolle bei der Erlangung von Weisheit sowie die Kultivierung der Achtsamkeit. In der westlichen Welt hat der Begriff ver­schiedene Defini­tionen erfahren. Die in der Fachliteratur am häufigsten verwendete Besch­reibung stammt von amerika­nischen Biologen und Medizi­ner Jon Kabat-Zinn. Er be­zeichnet Achtsamkeit als einen Zustand, der entsteht, wenn die Aufmerksamkeit bewusst und vollkommen auf das Hier und Jetzt, auf den gegenwärtigen Moment gerichtet wird, ohne die dabei gemachten Erfahrungen zu bewerten oder emotional darauf zu reagieren.


Achtsamkeitsmeditationen

Meditationen werden seit Jahrhunderten in verschiedenen Kulturen praktiziert, als Weg zur Bewusstseinserweiterung, zur Heilung oder zur Selbsterkenntnis. Als Definition für den Begriff Meditation bietet sich eine Bes­chreibung an, die mehrere verschiedene Ansätze in sich vereint: Der Begriff Meditation bezieht sich auf eine Ansam­mlung von Selbstre­gulations-Praktiken, die das Training von Aufmerksamkeit (im englischen: attention) und von Gewahr­sein (im engli­schen: awareness) in den Mittelpunkt rücken, um mentale Prozesse unter größere willentliche Kontrolle zu bringen und dabei generelles geistiges Wohlbefinden und geistige Ent­wicklung sowie spezifische Fähigkeiten wie Ruhe, Klarheit und Konzentration zu fördern.

Das Wirkungsspektrum der Achtsamkeit

Achtsamkeitsmeditationen verschieben die geistige Pers­pektive auf das eigene Ich, so dass man in der Lage ist, seine Gedanken und Gefühle mit einem gewissen Abstand zu betrachten. Es fällt leichter, mit Stress, Ängsten und negativen Gefühlen wie Trübsinn oder Minderwertigkeit umzugehen. Besonders durch die Erforschung von Thera­piewirkungen bei verschie­denen Patientengruppen konnten erstaunliche Wirk­samkeitserfolge nachgewiesen werden.

Aufmerksamkeitsregulation

Achtsamkeit entsteht durch den bewussten und gezielten Einsatz von Aufmerksamkeit. Durch Achtsamkeitstraining kann die Aufmerksamkeit so­wohl leichter fokussiert als auch bewusst ausgeweitet wer­den. Die Fähigkeit zur Achtsamkeit erleichtert es, die Aufmerk­samkeit auf ein Objekt zu kon­zentrieren und zu halten und man bemerkt schneller, wann die Gedanken abzudriften drohen. Einfach formuliert: Wenn ich mich besser konzentrieren kann, bin ich schneller fertig. Oder anders formuliert: Wenn meine Gedanken ständig von einem Thema zum nächsten springen, mache ich unnötig viele Fehler. Außerdem lernt man, mit Störungen effektiver umzugehen, indem man sie entweder gezielt ausblendet oder aber bewusst annimmt und darauf eingeht.

Körperbewusstsein

Achtsamkeitsmeditationen verstärken die Fähigkeit sowohl zur Interozeption als auch zur Exterozeption. Mit diesen beiden Begriffen ist die Sensibilität gemeint, die entweder nach innen oder nach außen gerichtet ist. Mens­chen, die regelmäßig entsprechende Meditationsübungen machen, wie zum Beispiel die body-scan Meditation, erleben das angenehme Grundgefühl, Eins mit ihrem Körper zu sein.

Die innere Landkarte wird differenzierter, das Gefühl für Körperhaltung, Bewegung, Mimik und Gestik verbessert sich und innere Signale können intensiver wahrgenommen und exakter interpretiert und zugeordnet werden.

Emotionsregulation

Die neuronale Hauptzentrale für Emotionen ist das limbi­sche System. In der modernen Neurobiologie wird dieses System in drei strukturell und funktionell unterschiedliche Ebenen unterteilt. Die untere limbische Ebene, die mit der Hirnanhangsdrüse in Zusammenhang steht, steuert lebens­wichtige Körperfunk­tionen und angeborene Verhaltenswei­sen. Die mittlere Ebene hat mit unbewusster Emotionsent­stehung und Emotionskontrolle zu tun, sowie mit unbe­wusster Ver­haltensbewertung. Die obere limbische Ebene ist die Ebene der bewussten Gefühle und besteht aus limbi­schen Arealen der Großhirn­rinde. Dazu zählen der insuläre Cortex und verschiedene Bereiche des cingulären Cortex. Außerdem gehört der orbitofrontale Cortex zu diesem Sys­tem, da dieses Areal der Ort der emotionalen und motivatio­nalen Aspekte der Verhaltensplanung darstellt, insbeson­dere in Hinblick auf die Einschätzung der Konsequenzen der geplanten Handlung.

Selbstwahrnehmung

Mit dem Begriff Selbstwahrnehmung ist nicht, wie beim Körperbewusstsein, ein rein physisches Empfinden des eigenen Organismus gemeint, sondern, als eine Kompo­nente des Selbstbewusstseins, die gesamtheitliche physis­che und psychische Wahrnehmung der eigenen Person. Das Selbstbild definieren Psychologen als die Summe aller Selbstwahrnehmungen, die durch Informationen anderer über sich ergänzt werden. Das Selbstbild ist also ein psy­chologisches Konstrukt, das ein Mensch von sich selbst herstellt. Eine Verstärkung der Achtsamkeit kann zu einer verfeiner­ten Selbstwahrnehmung führen. Das bedeutet, dass man deutlicher unterscheiden kann zwischen dem Selbstbild und der aktuellen Selbstwahr­nehmung.

Neurologische Veränderungen durch Achtsamkeits­training

 Mittels funktioneller Magnetresonanztomografie, kurz fMRT, wurden zahlreiche Untersuchungen an verschiedenen Pro­banden gemacht. Es wurden sehr erfahrene Meditierende, außerdem Novizen, also Meditationsanfänger, und, als Testgruppe, nicht-Medi­tierende miteinander verglichen. Außerdem gibt es Studien, in denen die EEGs dieser drei Gruppen miteinander verglichen wurden, und Studien, in denen mittels Voxel-basierter Morphometrie die Dichte ein­zelner Hirnregionen gemessen wurde. Die Anzahl derartiger Studien, in denen nach durch Achtsamkeitsmeditationen verursachten funktionellen und strukturellen Veränderungen des Gehirns gesucht werden, wächst seit einigen Jahren beständig.

Verbesserung von Autoregulationsprozessen

Unter dem Begriff Autoregulation versteht man die Fähig­keit, bestimmte Prozesse willentlich und gezielt verändern zu können. Wie bereits beschrieben können durch Acht­samkeit die mit Aufmerksamkeit und die mit Emotionen verbundenen Pro­zesse bewusst modifiziert werden. Beson­ders wichtig ist die Fähigkeit zur Selbstregulation bei Pro­zessabfolgen, die häufig automatisiert, also sozusagen fremdreguliert ablaufen wie bei der Aktivierung der Stress-achse, einer physiologischen Kettenreaktion, die durch eine intensive Stressempfindung ausgelöst wird.

Achtsamkeit im Alltag

Auch wenn man sich nicht zu täglichem Meditieren überre­den oder überzeugen lassen will oder kann, so kann man dennoch der Achtsamkeit und den damit verbundenen ver­besserten Eigenschaften und Fähigkeiten näher kommen als man es jetzt ist. Der Grundgedanke dieses Konzepts ist ja, konzentriert zu beobachten ohne zu werten. Allein schon dadurch werden etablierte Mechanismen entkoppelt und schaffen Freiraum für Neues, für neue Ver­haltensweisen und neue Gedankenstrukturen.

Entrepreneurship versus Business Administration

Entrepreneurship versus Business Administration

oder von der Überwindung des Dogmas der Rationalität betriebswirtschaftlicher Kennzahlen.

Derzeit ist das Thema Entrepreneurship ja sehr aktuell, die vielbeschworen Start Up –Mentalität wird oft bemüht und selbst große und altehrwürdige Unternehmen gründen „Labs“ und bauen „innovative  Räume“, um die Kultur dieser Start-Up´s zu importieren.

Warum ist diese Transformation der Arbeitsweisen, der Umsetzung und der Grad des sich hieraus zeigenden Erfolgs einer Idee in der „old economy“ so schwierig und gelingt noch so selten?

Liegt es vielleicht in unserer deutschen Leitkultur verwurzelt, sind wir hierarchiegeprägt und eher formal und rational unterwegs. Nach dem Motto: was nicht sein kann, das nicht sein darf?

Unsere Gesellschaft benötigt unternehmerische Konzepte, die auf die Probleme unserer Zeit antworten: mit ökonomischer, ökologischer und künstlerischer Fantasie. Entrepreneurship bietet die Chance, mit unkonventionellen Ideen und Sichtweisen zu arbeiten und gerade damit erfolgreich am Wirtschaftsleben teilzunehmen, sagt Günter Faltin (Professor für Entreprenurship an der FU Berlin).

Entrepreneurship ist demnach schöpferisches Gestalten. Es geht dabei vor allem um eine tragfähige Idee, die so lange hinterfragt und durchdacht wird, bis daraus ein marktfähiges Konzept entstanden ist!

Dazu ist ein Bruch mit Konventionen nötig: Nämlich durch die Fragestellung, geht es auch anders – nämlich besser?

Im Managementsprachgebrauch spricht man in diesem Zusammenhang auch von „fundamentalem Reengineering“, also dem Überdenken und vom radikalen Redesign von Unternehmen oder wesentlichen Unternehmensprozessen. Durch die grundlegende Neugestaltung von Prozessen sollen Quantensprünge bei den Zielgrößen Kosten, Zeit und Qualität erreicht werden.

Andere sprechen in diesem Zusammenhang auch von „disruptiven Geschäftsmodellen“  Hiernach werden auf der Grundlage einer neuen Technologie oder eines neuartigen Geschäftsmodells Produkte oder Dienstleistungen entwickelt, die zu Beginn einen kleineren Teil der Kunden anspricht. Disruptiv wird es, wenn das Angebot das Kapital bekommt und einen Markt so dominiert, dass etablierte Unternehmen und ihre Produkte verdrängt werden. Disruptive Innovationen sind ein Prozess, der sich über einen bestimmten Zeitraum erstreckt. In manchen Fällen kommt es zu einer schnellen Verdrängung, in anderen Fällen kann es viele Jahre dauern.

Nach Gerald Lembke (Wirtschaftswissentschaftler und Organisationsentwickler) geht es bei der Disruption um das Hinterfragen klassischer Prozessstufen. Ineffiziente Stufen sollten nach den Vorstellungen disruptiver Vordenker wie Marc Andreesen und Clayton M. Christensen radikal ausgeschaltet werden. Das Innovations-Vakuum, von z.B. etablierten Finanzdienstleistern ist konstruktiv zu reflektieren, gegebenenfalls auszuschalten. Weil etablierte Unternehmen, sofern sie noch zu den Marktführern in ihrem Segment gehören, zu sehr auf die Bedürfnisse ihrer Stammkunden achten, fehlt ihnen der Blick für revolutionäre Neuerungen. Häufig überlassen sie dann das lukrative Geschäft Newcomern und Start-Up-Unternehmen. „Führende Unternehmen fallen häufig einem der beliebtesten und meistgeschätzten Glaubenssätze zum Opfer: Sie kleben zu eng an ihren Kunden.“ (Bower/Christensen 2008). Dieses Prinzip wird auch als „Innovations-Dilemma“ betitelt.

Allen diesen Ansätzen und Denkmodellen ist eines gemein:

Schluss mit der betriebswirtschaftlichen Kleingeisterei: Wer erfolgreich sein will, braucht ein kreatives Konzept und den Mut bisherige Dinge in Frage zu stellen. Oft ist die geniale Idee oder die bahnbrechende Erfindung gar nicht nötig. Wer darauf wartet, wartet meist ewig. Oft erstickt die Betriebswirtschaft mit ihren formalen Strukturen und durch die Kennzahlenhörigkeit die erforderliche Kreativität schom im Keim und verhindert dadurch den Aufbruch zu neuen Ufern.

Gemäß Professor Faltin benötigen Unternehmer für ein neues Geschäftsmodell oder Unternehmen nur drei Erkenntnisse, um durchzustarten:

  • Das Konzept ist wichtiger als das Kapital. Es geht dabei keineswegs um geniale Gedankenblitze, sondern um harte Gedankenarbeit. Kreative Ideen sind das Resultat von systematischen Überlegungen.
  • Was Entrepreneure nicht können, überlassen sie Fachleuten. Das gilt auch für die Betriebswirtschaft. Leider gehen schöpferische Kraft und Leidenschaft mit Betriebswirtschaftslehre nur selten Hand in Hand.
  • Die Fachleute tragen ihr Scherflein bei, sie organisieren den Tagesbetrieb, sie kümmern sich um Prozesse, der Entrepreneur steuert das Unternehmen.

Entrepreneurial Design

Es geht demnach gar nicht wirklich immer darum etwas Neues zu erfinden. Viele Menschen eint das Verständnis, das „Geschäftsidee“ die Kurzform von „Erfindung plus Umsetzung“ sei. Das ist ebenso falsch wie der Glaube, die Umsetzung sei entscheidend. Die New-Economy-Blase hat das auf drastische Weise gezeigt: Geld und Management-Know-how waren zwar da, aber trotzdem scheiterten die Startups reihenweise. Warum? Weil die Ideen und die daraus entwickelten Konzepte nicht tragfähig waren.

Entscheidend ist nicht, was eine neue Technologie alles kann. Entscheidend ist, ob die Leute diese Technologie haben wollen. Es entscheidet der Markt. Ausschlaggebend ist nicht die Qualität einer Erfindung oder Technologie, sondern ihre Akzeptanz am Markt.

Aus einer Idee ein Konzept zu entwerfen, das in die Zeit passt und von den Menschen angenommen wird – das macht den Entrepreneur aus. Ein gutes „Entrepreneurial Design“ sollte  daher:

  1. klare und vom Kunden erkennbare Marktvorteile herausarbeiten,
  2. einen Vorsprung vor Imitatoren sichern,
  3. davor schützen, technologisch schnell zu veralten,
  4. davor schützen, wirtschaftlich schnell zu veralten,
  5. den Finanzierungsaufwand minimieren,
  6. Marketing als integralen Bestandteil sehen.

Die Punkte zwei bis vier sind deutliche Indizien dafür, dass Sie lieber auf High-Tech verzichten sollten. Die Gefahr, von der Konkurrenz überholt zu werden, ist in diesem Bereich sehr groß. Wer die sechs Punkte beherzigt, sollte zusätzlich noch diese drei Bedingungen erfüllen:

  • Skalierbarkeit, d. h. bei Wachstum müssen die Kapazitäten nicht proportional erweitert werden.
  • Einfachheit, d. h. die Komplexität wird so weit wie möglich reduziert. Sonst verlieren Sie bei Wachstum schnell den Überblick.
  • Risikominimierung, d. h. die erkennbaren Risiken vorher angehen, denn es werden noch genug unerwartete Risiken auftauchen.

Das Konzept erst ins Labor

„Von einer Anfangsidee sofort in die betriebswirtschaftliche Umsetzung zu gehen, ist oft übereilt, strengen Sie Ihren Kopf an, nicht Ihren Geldbeutel.“

(Professor Faltin)

Eine Idee ist erst nur ein Ansatz. Diesen gilt es in drei Richtungen weiterzuentwickeln. Wie setze ich das Konzept um? Inwieweit ist es markttauglich? Und inwieweit finde ich mich selbst darin wieder? Der letzte Gedanke klingt verblüffend, ist aber essenziell. Viele Gründer denken anfangs zu konventionell, denken „das ist eben so“. Erst im Prozess des Hinterfragens bekommen sie ein Gespür für das, was sie wollen und wie sie ihre Idee in die Tat umsetzen möchten. Was ist es, das Sie antreibt? Geld allein sollte es nicht sein, es soll Ihnen auch Spaß machen, Geld zu verdienen. Die nachfolgenden Punkte können Ihnen dabei helfen:

  1. Niemand muss etwas Neues erfinden, um innovativ zu sein.
  2. Es reicht, Bekanntes neu zu kombinieren, bereits Vorhandenes zu entdecken.
  3. Fragen Sie nach der Funktion statt nach der Konvention: Erst wenn Sie anfangen, Ihre Umgebung respektlos und mit einer gewissen gedanklichen Stringenz zu hinterfragen, kommen Ihnen neue Ideen.
  4. Erfüllen Sie mehr als nur eine Funktion: Warum nicht zusammenfügen, was scheinbar nicht zusammenpasst, etwa das Café (für die Wartezeit) im Waschsalon?
  5. Verstehen Sie Probleme als Chance: Wenn andere Menschen sich ärgern, haben sie ein Problem und suchen nach einer Lösung. Darin steckt oft eine Geschäftsidee.
  6. Verwandeln Sie Arbeit in Spaß und Unterhaltung. Warum alles selber machen und nicht Kunden aktiv werden lassen? Der Gast zapft sein Bier, der Tourist melkt die Kuh …
  7. Lassen Sie Visionen Wirklichkeit werden. Der Weg zum Ziel ist meist hart und steinig, Fehlschläge und Enttäuschungen gehören dazu.
  8. So vorzugehen ist siebenmal sinnvoller als das Ausfüllen von Business-Plan-Vorlagen, in denen ausgedachtes Zahlenwerk den Denkprozess ersetzen soll. Und der in eine Zukunft hineinprojiziert wird, die garantiert ganz anders wird als es der Business-Plan vorsieht.

Entrepreneur sein darf Spaß machen!

Aus all dem sollte klar geworden sein, wie erst das ständige Verfeinern einer Idee zu einem marktfähigen und lukrativen Konzept einen Gründer auf den Weg zum Erfolg führt. Diese Entrepreneure sind übrigens – um mit einem gängigen Vorurteil aufzuräumen – keineswegs alle aus demselben Holz geschnitzt. Empirische Umfragen zeigen, dass erfolgreiche Unternehmer komplett unterschiedliche Persönlichkeitsmerkmale haben. Nur eines ist ihnen allen gemeinsam: Sie leben für ihre Idee, sie wagen das Abenteuer. Es sind öfter als gedacht kreative und freie Geister, keine buchhalterisch und betriebswirtschaftlich versierten Gewinnmaximierer. Mehr noch: Entrepreneure entwickeln sich zu kreativen und freien Geistern, werden lebenstüchtiger und -bejahender. Ihre Persönlichkeit wird durch und durch positiver.

(Dieser Artikel entstand nach dem Lesen des Buches „Kopf schlägt Kapital“ von Günter Faltin)

 

Gallup Engagement Index 2016:

Schlechte Chefs kosten deutsche Volkswirtschaft bis zu 105 Milliarden Euro jährlich.

 

In Zeiten guter Konjunktur und fehlender Fachkräfte unternehmen viele Arbeitgeber große Anstrengungen, um Mitarbeiter an sich zu binden. Dennoch stagniert der Anteil der Arbeitnehmer, die eine hohe emotionale Bindung zu ihrem Arbeitgeber aufweisen und dementsprechend mit Hand, Herz und Verstand bei der Arbeit sind, bei 15 Prozent. Ebenso viele Arbeitnehmer haben innerlich bereits gekündigt. 70 Prozent der Beschäftigten sind emotional gering gebunden und machen lediglich Dienst nach Vorschrift. Das sind die zentralen Ergebnisse des Engagement Index 2016, den das Beratungsunternehmen Gallup in Berlin vorgestellt hat. Die Untersuchung belegt auch: Wie lange Mitarbeiter im Unternehmen bleiben und wie produktiv sie in dieser Zeit sind, hängt in erster Linie vom Führungsverhalten des direkten Vorgesetzten ab. Doch in punkto Führungsqualität klaffen die Wünsche der Mitarbeiter und die Wirklichkeit in den Unternehmen weit auseinander. Nach Gallup-Berechnungen kostet die innere Kündigung aufgrund schlechter Führung die deutsche Volkswirtschaft insgesamt bis zu 105 Milliarden Euro jährlich.

 

Mitarbeiter erkennen Fehlentwicklungen – und schweigen

Die deutschen Arbeitnehmer sind zufrieden mit sich und ihrem Leben, sie bewerten die ökonomische Lage positiv und fürchten sich kaum um ihren Arbeitsplatz. Auch die Arbeitseinstellung ist positiv: 77 Prozent würden selbst dann weiterarbeiten, wenn sie nicht auf das Geld angewiesen wären (2010: 70 %). Dennoch ist die Mehrheit der Mitarbeiter emotional kaum an ihren Arbeitgeber gebunden und das wirkt sich direkt auf wichtige Wettbewerbsfaktoren wie Fehlzeiten, Produktivität, Rentabilität, Qualität und Kundenbindung aus. Denn Arbeitnehmer, die sich emotional nicht an ihren Arbeitgeber gebunden fühlen, zeigen weniger Eigeninitiative, Leistungsbereitschaft und Verantwortungsbewusstsein – und sie schweigen zudem häufiger zu Fehlentwicklungen. Laut aktuellem Engagement Index hat jeder dritte Mitarbeiter in den letzten zwölf Monaten gegenüber seinem Vorgesetzten mindestens einmal schwere Bedenken nicht geäußert – bei den Mitarbeitern ohne emotionale Bindung schwieg sogar fast jeder Zweite (45 %).

 

Machtverhältnisse auf dem Arbeitsmarkt haben sich gedreht

Problematisch ist auch die hohe Fluktuation in einer gering gebundenen Belegschaft. Laut aktuellem Engagement-Index beabsichtigen 84 Prozent der hoch gebunden, aber nur 31 Prozent der nicht gebundenen Mitarbeiter in drei Jahren noch bei ihrer jetzigen Firma zu sein – jeder Dritte von ihnen ist bereits heute aktiv auf Jobsuche. Und die gute Konjunktur kommt „Jobhoppern“ entgegen. Fast zwei Drittel der Befragten rechnen sich gute bis sehr gute Chancen aus, schnell einen neuen Arbeitsplatz zu finden, sollten sie heute ihren Job verlieren. „Die Machtverhältnisse auf dem Arbeitsmarkt haben sich gedreht. Früher suchten qualifizierte Bewerber nach Stellen, heute suchen Unternehmen händeringend nach qualifizierten Bewerbern. Der Wettbewerb um die besten Köpfe wird immer härter“, erklärt Marco Nink, Senior Practice Consultant bei Gallup. Dazu passt, dass 16 Prozent der Beschäftigten im vergangenen Jahr Angebote von Headhuntern erhalten haben (2010: 12 %).

 

Unternehmen setzen an den falschen Hebeln an

Die latente Wechselbereitschaft in der Belegschaft gerade in Zeiten des Fachkräftemangels stellt Unternehmen vor große Herausforderungen. Im Schnitt bleibt eine vakante Stelle derzeit 98 Tage unbesetzt, 35 Tage mehr als 2007. Nink: „Neue Mitarbeiter brauchen meistens Monate, bis sie wirklich produktiv arbeiten. Außerdem bedeutet jeder Weggang den Verlust von Erfahrung, Fachwissen und Kontakten und wirkt sich oft negativ auf Betriebsklima und Kundenbeziehungen aus.“ Viele Firmen unternehmen zwar große Anstrengungen um Mitarbeiter zu halten und zu binden, doch sie setzen offenbar nicht an den richtigen Hebeln an. Nink: „Faktoren wie Arbeitsplatzsicherheit, Entlohnung, Sozialleistungen, flexible Arbeitszeit oder die Zahl der Urlaubstage sind für Mitarbeiter zwar durchaus wichtig, auf deren emotionale Bindung haben sie jedoch kaum Einfluss. So ist beispielsweise „die Möglichkeit, das zu tun, was man richtig gut kann“ fünfmal wichtiger als das Gehalt. Entscheidend sind außerdem Dinge wie Führungsqualität, eine herausfordernde, abwechslungsreiche und als sinnvoll empfundene Tätigkeit und die Kollegen. Emotionale Bindung wird im direkten Arbeitsumfeld erzeugt und der direkte Vorgesetzte ist dabei das A und O.“

 

Chefs sind sich ihrer Defizite nicht bewusst

Doch genau hier liegt der Haken. In punkto Führungsqualität klaffen die Wünsche der Mitarbeiter und die Wirklichkeit in deutschen Unternehmen besonders weit auseinander. Insgesamt sagt gerade einmal jeder fünfte Arbeitnehmer (21 %) „die Führung, die ich bei der Arbeit erlebe, motiviert mich, hervorragende Arbeit zu leisten“. Bei den hoch gebundenen sind es 66 Prozent, bei den Arbeitnehmern mit geringer oder ganz ohne Bindung nur 15 bzw. drei Prozent. Fast jeder fünfte Mitarbeiter (18 %) hat in den vergangenen zwölf Monaten wegen seines direkten Vorgesetzten daran gedacht zu kündigen – in der Gruppe der „Inneren Kündiger“ sogar fast jeder Zweite (45 %). Zwei von drei Arbeitnehmern (69 %) hatten im Lauf ihres Arbeitslebens mindestens einmal einen schlechten Vorgesetzten. Doch die Chefs selbst sind sich ihrer Defizite nicht bewusst – 97 Prozent halten sich selbst für eine gute Führungskraft. Dazu passt auch, dass 2016 nur 40 Prozent der Führungskräfte eine Weiterbildung besucht haben, um den Umgang mit ihren Mitarbeitern zu verbessern.

 

Feedback vielfach Fehlanzeige

Nachholbedarf haben Führungskräfte hierzulande vor allem auch, wenn es um Feedback geht. Gallup-Untersuchungen belegen, dass der kontinuierliche Dialog zwischen Führungskraft und Mitarbeiter einer der wichtigsten Hebel ist, um die emotionale Bindung am Arbeitsplatz zu erhöhen. Doch laut aktuellem Engagement Index hat nur gut jeder zweite Mitarbeiter (56 Prozent) in den letzten zwölf Monaten überhaupt einmal mit seinem Vorgesetzten über seine Leistungen gesprochen. Nur 14 Prozent der Mitarbeiter berichten von einem kontinuierlichen Austausch mit dem Vorgesetzten über das Jahr hinweg. Und selbst dort, wo sie stattfinden, verfehlen Mitarbeitergespräche oft ihr Ziel, die Arbeitsleistung nachhaltig zu verbessern. Nur knapp vier von zehn Beschäftigten (38 %) stimmen der Aussage „die Rückmeldung, die ich zu meiner Arbeit bekomme, hilft mir, meine Arbeit besser zu machen“ ohne Wenn und Aber zu. Nink: „Dieses Ergebnis stellt Führungskräften ein schlechtes Zeugnis aus. Es ist die Aufgabe einer Führungskraft, die individuellen Leistungspotenziale der Mitarbeiter freizusetzen und zur Entwicklung des Einzelnen beizutragen. Es gilt herauszufinden, was ein Mitarbeiter gut kann und mag und wie er dementsprechend eingesetzt werden kann – dies lässt sich am besten im Gespräch herausfinden.“

 

Über den Engagement Index Deutschland

Seit dem Jahr 2001 erstellt Gallup jährlich, anhand von zwölf Fragen zum Arbeitsplatz und -umfeld, den sogenannten Q12®, den Engagement Index für Deutschland. Die Studie gibt Auskunft darüber, wie hoch der Grad der emotionalen Bindung von Mitarbeitern und damit das Engagement und die Motivation bei der Arbeit ist. Für die jüngste Untersuchung wurden insgesamt 1.413 zufällig ausgewählte Arbeitnehmer ab 18 Jahren in zwei Erhebungswellen zwischen dem 24. Februar und 24. März 2016 sowie dem 31. Oktober und 3. Dezember 2016 telefonisch interviewt. Die Ergebnisse sind repräsentativ für die Arbeitnehmerschaft in Deutschland.

 

Ausführliche Informationen zum Gallup Engagement Index 2016 erhalten Sie unter:
http://www.gallup.com/de-de/181871/engagement-index-deutschland.aspx

Die Kraft der Visionen

Die Kraft der Visionen

 

Wie Visionen unser Gehirn und unser Leben verändern.

„Wenn Du ein Schiff bauen willst, dann rufe nicht die Menschen zusammen, um Holz zu sammeln, sondern erzähle ihnen von der Sehnsucht und Schönheit des weiten Meeres“, beschreibt der weltberühmte französi­sche Schriftsteller Antoine de Saint-Exupéry die Me­thode, wie Menschen am besten zu begeistern sind.

 

Ist Dopamin die Zauberdroge, aus der Visionen ge­macht werden?

Mehr als alles andere löst die positive Erwartungshaltung die verstärkte Freisetzung des „Vorfreude-Hormons“ Dopa­min aus. Dieses Hormon wiederum lässt neue Nervenzellen sprießen, die uns Lust machen auf das zukünftige Ziel – gleichgültig ob es sich nun um einen bevorstehenden Ur­laub, einen neuen Partner oder eine andere Belohnung handelt.

Genies sind ebenso wenig ein Zufallsprodukt wie die Fähig­keit, visionär denken zu können. Seit Jahrhunderten wird darüber gestritten, ob es der Natur, der Kultur oder eher der göttlichen Eingebung zu verdanken ist, dass Visionen die Welt verändern. Aktuelle wissenschaftliche Beiträge aus unterschiedlichen Fachgebieten und allen voran die moder­nen bildgebenden Verfahren der Neurowissenschaften zeigen, dass geniale Ideen und Gedanken nicht vom Him­mel fallen.

Geniale Geistesblitze stimulieren also die Ausschüttung körpereigener Drogen. Die Entwicklung und Umsetzung einer eigenen Lebensidee ist sinnstiftend und fühlt sich sehr gut an. In manchen Fällen können Forscher, Erfinder und Entdecker sich geradezu an ihren eigenen Phantasien oder Projekten berauschen. Forschende Workaholics vergessen alles um sich herum – Essen und Trinken werden zur Ne­bensache.

 

Wie müssen wir denken, damit unser Gehirn und unser Körper gesund bleiben?

Der Traum von der ewigen Gesundheit ist so alt wie die Menschheit selbst. Die Jugend wird mit Gesundheit gleich­gesetzt – das Alter mit Krankheit und Gebrechlichkeit. Un­zählige Ratgeber mit Tipps für einen gesunden Geist in einem gesunden Körper überfluten die Medienlandschaft. Noch nie in der Menschheitsgeschichte war die Bereitschaft, für die Erhaltung der Gesundheit und Leistungsfähigkeit dermaßen viel Geld und Mühen zu investieren, so groß wie heute.

Der bereits zitierte Neurobiologe Esch beschreibt darüber hinaus sehr anschaulich, wie das eigene Denken dazu beiträgt, dass z.B. endogen ausgeschüttetes Morphium die Empfindsamkeit unserer Nerven herabsetzt. Zudem kann die Kraft der eigenen Vorstellungen das Herz-Kreislaufsys­tem stärken und bewirken, dass vermehrt das Bindungs­hormon Oxytocin gebildet wird.

 

Die Krise als Auslöser für Entwicklung und Wachstum

Vom Leistungssport kennen wir den Grundsatz, dass ein Muskel umso mehr gestärkt wird, je besser wir ihn trainie­ren. Die Sportmedizin nennt diesen trainingsbedingten Leistungszuwachs „Superkompensation“, was soviel be­deutet wie Mehrausgleich. Struktur und Funktion des bean­spruchten Muskels passen sich an die höheren Anforderun­gen an. Dabei gilt die trainingswissenschaftliche Regel, dass ein zu geringer Reiz keinen Zuwachs bringt, ein zu hoher Reiz schädigt und ein Reiz mittlerer Intensität ideal­erweise den gewünschten Erfolg bringt, d.h. die Leistungs­fähigkeit steigert.

Der Blick auf sämtliche Studien der Resilienz- und Glücks­forschung der letzten Jahrzehnte bringt Erstaunliches her­vor: Im Gegensatz zu der langgehegten Lehrmeinung, dass das Gehirn über eine mehr oder weniger festgefügte Struk­tur verfügt, die die geistig-seelischen Fähigkeiten limitieren – erweist sich die neuronale Plastizität als wesentlich größer, als in der Vergangenheit angenommen.

 

Kopf oder Bauch – wo entstehen die besten Visionen?

„Phantasie ist wichtiger als Wissen, denn Wissen ist be­grenzt“, dieses weltberühmte Zitat von einem der größten Wissenschaftler und Visionär aller Zeiten, dem Nobelpreisträ­ger für Physik Albert Einstein bringt es auf den Punkt:

Wirkliche Innovation kann nur durch Intuition entstehen. Wer bei der Amtsübernahme des ehemaligen Bundeskanzlers Helmut Kohl 1982 behauptet hätte, dass noch während dessen Amtszeit West- und Ostdeutschland wiedervereinigt würden, wäre nicht als Visionär, sondern als weltfremder Spinner bezeichnet worden.

Wer dem genialen Pionier und Marketinggenie Steve Jobs Anfang der 1980ziger Jahre glaubte, dass in nicht allzu ferner Zukunft jeder Mensch einen Personal Computer erwerben könne, wurde ebenso wie Jobs selbst mitleidig belächelt. Steve Jobs revolutionierte in den folgenden Jahrzehnten nicht nur die Computerwelt, sondern schuf mit seinem Unternehmen „Apple“ zeitweise das erfolgreichste Unternehmen der Welt. Sein Werbeslogan „Think different“ wurde zum Synonym für visionäres Unternehmertum.

Diese beiden Beispiele und unzählige andere unwahrscheinli­che Zukunftsvisionen verdeutlichen, wie wenig logisches Denken bei der Vorhersage zukünftiger Ereignisse hilft.

 

Neue Gedanken schaffen ein neues Gehirn

„Was Fritzchen nicht gelernt hat, lernt Fritz nimmermehr“- das war ein über viele Generationen gültiger pädagogischer Lehrsatz. Die Lern- und Entwicklungstheorien sämtlicher namhafter Pädagogik – oder Psychologielehrstühle weltweit waren sich einig: Nach Kindheit, Jugend und frühem Er­wachsenenalter war das Gehirn funktionell und strukturell ausgereift.

Wachstums- und Veränderungsprozesse waren – wenn überhaupt – nur marginal möglich. Die Anzahl und Art und Weise der Nervenzellenverdrahtungen hatte ihren Höhe­punkt erreicht; und, wenn überhaupt, so könnten die Ner­venzellen sich nur noch degenerativ aufgrund des fort­schreitenden Alters verändern. Intelligenz, Emotionalität und Sozialverhalten seien nach Abschluss der genannten Ent­wicklungsprozesse determiniert.

Seit der Zeit der Aufklärung im 17. Jahrhundert galt der Dualismus von Körper und Geist als getrennt voneinander. Materie bringt Materie hervor und Geistig-Seelisches schafft Immaterielles.

Phänomene wie die Telepathie oder Telekinese wurden als unwissenschaftlich in die Esoterikecke gerückt. Einzig der Buddhismus beschäftigte sich seit Jahrhunderten mit der Transformation des Gehirns durch meditatives Denken.

Galt selbst auch in den Neurowissenschaften noch bis vor einigen Jahren der Grundsatz, dass die biochemischen Prozesse des Gehirns das Denken hervorbringen, so zeigen immer mehr Studien der modernen Hirnforschung, dass diese Kausalkette auch umkehrbar ist: Das Denken formt das Gehirn.

 

Wie kann auch ich mein kreatives Potential verbessern?

Wissen ist begrenzt – Phantasie unendlich. Die Ratgeber in den Medien zum Thema „Hirntuning“ sind schier grenzen­los. Sie reichen von rein gesundheitlichen Empfehlungen bis hin zu Themen wie Schlaf und Entspannung, Ernährungsre­zepte, sportliche Brainfit-Angebote, Psychopillen oder elekt­rischen Hirnstimulation. Eine besondere Form des Hirntu­nings bieten meditative Techniken, die vor allem die Auf­merksamkeits- und Konzentrationsfähigkeit verbessern. Entweder man trainiert grundsätzlich seine Entspannungs­fähigkeit, um seine krea­tiven Ressourcen freizulegen – denn nur ein relaxtes Gehirn ist frei in seinem Denken – oder man ist per se begeistert vom eigenen Tun. Aber auch in diesem Fall bedarf es au­ßerordentlicher Konzentration, um sein Gehirn wachsen zu lassen.

Schaut man sich die Lebensläufe besonders kreativer Visionäre wie z.B. Steve Jobs, Bill Gates aus der Gegenwart oder künstlerische Genies früherer Tage wie Picasso, Dali oder Musiker wie Beethoven oder Mozart an, so fallen bei allen der enorme Fleiß und die außergewöhnliche Hingabe auf. Nicht das Talent war ausschlaggebend für den Erfolg einer visionären Idee, sondern die Beharrlichkeit. Damit ein Mensch über einen längeren Zeitraum seine Idee weiterverfolgt und sich trotz möglicher Rückschläge nicht entmutigen lässt, braucht er Begeisterung und Enthusiasmus.

 

Einhorn Beratung Unterzeichnung

Einhorn unterzeichnet Deklaration für psychische Gesundheit am Arbeitsplatz

Für die Einhorn Management Beratung unterzeichnete ich am 20.März, zusammen mit Pater Anselm Grün im ehemaligen Zisterzienser Kloster Eberbach, die Kloster Eberbacher Deklaration zur Förderung der psychischen Gesundheit am Arbeitsplatz im deutschsprachigen Wirtschaftsraum.

Gerne bin ich der Einladung von Katharina Maehrlein zur Veranstaltung soul@work backstage ins Kloster Eberbach gefolgt, eine sehr lohnenswerte Veranstaltung.):

Zum Auszug aus der Deklaration Kloster Eberbach

 

GRUNDSÄTZE ZUR ERFOLGREICHEN FÖRDERUNG VON PSYCHISCHER GESUNDHEIT AM ARBEITSPLATZ

Der Arbeitsplatz beeinflusst psychische Gesundheit und Krankheit der Beschäftigten. Wenn Arbeitnehmer dauerhaft unter Hochdruck arbeiten müssen, ohne die seelische Anspannung wieder loslassen zu können, wenn sie keine Kenntnisse über Schutzfaktoren erlangen oder nicht ausreichend von Kollegen unterstützt werden, kann Arbeit krank machen.

Förderung von psychischer Gesund (FPG) will diejenigen Faktoren beeinflussen, die die psychische Gesundheit der Beschäftigten verbessern, damit Arbeit auch dem Fakt Rechnung trägt, dass sie statt krank zu machen die berufliche und persönliche Entwicklung fordert. Dazu gehören folgende u.a. Faktoren:

  • Unternehmensgrundsätze und Leitlinien, die in den Beschäftigten einen wichtigen Erfolgsfaktor sehen und nicht nur einen Kostenfaktor
  • eine gute Unternehmenskultur und entsprechende Führungsgrundsätze, in denen Mitarbeiterbeteiligung verankert ist, um so die Beschäftigten zur Übernahme von Verantwortung zu ermutigen
  • Erkennbare Werte in der Führung
  • Einflussmöglichkeiten auf die Art und Weise, wie die eigene Arbeit erledigt wird bei ausreichender Unterstützung von Vorgesetzten und Kollegen
  • eine Arbeitsorganisation, die den Beschäftigten ein ausgewogenes Verhältnis bietet zwischen Arbeitsanforderungen einerseits und Regenerationsphasen mit der Familie, Freunden und Freizeitaktivitäten andererseits
  • Die Möglichkeit, eigene Fähigkeiten und die eigene Persönlichkeit zu entwickeln und zu starken
  • eine Personalpolitik, die aktiv Förderungsziele zum Erhalt und zur Verbesserung von psychischer Gesundheit verfolgt
Executive Coaching - Einhorn

Warum ist es gerade für den wirtschaftlichen Erfolg eines Unternehmens wichtig auch eine wertvolle Unternehmenskultur zu entwickeln? – Warum ist es wichtig hierin zu investieren?

 

Wir von der Einhorn Management Beratung arbeiten nicht an Symptomen sondern an den Ursachen!
Der Mensch und damit der Mitarbeiter entwickelt seine innere Haltung aus der Summe von selbst erlebten Erfahrungen. Erfahrungen werden als emotionale und kognitive Bilder/Muster in unserem Frontalhirn dauerhaft abgelegt.
Erfahrungen entstehen immer aus bedeutsamen Erlebnissen, eben aus positiv oder negativ erlebten Geschehnissen. Viele gleichartige Erlebnisse führen zu „Metaerfahrungen“.
Diese Erfahrungen innerhalb einer Umwelt führen zu einer bestimmten Haltung dieser Umwelt gegenüber.
Die so beim Mitarbeiter entstandene Haltung ist wiederum verantwortlich für das Verhalten des Mitarbeiters das nach außen sichtbar wird.
Eine erzwungene Verhaltensänderung verändert demnach die hierfür ursächliche Haltung des Menschen nicht.
Um diese Haltung zu verändern, müssen deshalb Umstände eintreten, die beim Mitarbeiter zu vielen positiven Erlebnissen im Arbeitsalltag und damit zu wieder neuen guten Erfahrungen führen.
Es geht immer darum, dass vorhandene Potenzial beim Mitarbeiter zu entfalten und zu entwickeln.
Um dies zu erreichen, benötigt es im Unternehmen ein grundlegendes Werteverständnis: der Mitarbeiter benötigt Verbundenheit, er wünscht sich Zugehörigkeit und Teilhabe. Er benötigt Vertrauen, eine gewisse Autonomie und Entfaltungsfreiheit.
Potenzialentfaltung in Unternehmen ist daher auf eine von allen Mitgliedern täglich aufs neue gelebte wertschätzende Kultur angewiesen.
Diese Aussagen sind alle durch nachprüfbare wissenschaftliche Experimente, belegte Untersuchungen und empirische Betrachtungen nachhaltig bekannt und belegt, umso mehr ist es verwunderlich, dass sie nach wie vor in der Arbeitswelt so eine geringe Beachtung und Umsetzung erfahren.
Oft wird nur an den Symptomen gearbeitet nicht jedoch wirklich an den Ursachen, schade darum!